Wohnen im Alter – neue Perspektiven gewinnen

In früheren Zeiten war das einfach mit dem Älterwerden: Die Familien waren groß – sich umeinander kümmern hatte etwas Selbstverständliches und wurde nicht infrage gestellt. Diese – nicht immer – paradiesischen Zustände gehören der Vergangenheit an. Die Gesellschaft besteht heute zu großen Teilen aus allein lebenden Menschen – und das häufig nicht freiwillig.

Das muss nicht so sein. Bereits seit zwei Jahrzehnten proben Senioren das Zusammenleben in verschiedenen Formen: als reine Senioren-WG, im Mehrgenerationenhaus oder auch – wenn die Bewohner pflegebedürftig sind – in einer betreuten Wohngemeinschaft. Selbst Wohngemeinschaften für an Demenz erkrankte Menschen werden seit einiger Zeit erprobt und die Erfahrungen sind ermutigend.

Aufgrund der demoskopischen Entwicklung in Deutschland ist absehbar, dass der Bevölkerungsanteil von Menschen in vorgerücktem Lebensalter in den nächsten Jahren rasant anwächst. Gleichzeitig möchten sich immer weniger Menschen mit einer Lebensperspektive im Alter abfinden, die sie mit starren Organisationsstrukturen ihrer Selbstständigkeit und Gestaltungsfreiheit weitgehend beraubt.

Alternative Wohnformen für ältere Menschen können sinnvolle Zukunftsperspektiven bieten. Statt der resignativen Hinnahme des Alterns bieten diese neuen Formen des Zusammenlebens Optionen für lebendigen Austausch und natürlich auchReibungsfelder, denn Leben ist Bewegung. Alternative Wohnformen, wie beispielsweise Seniorenwohngemeinschaften, bieten Lebensräume, die sowohl die Selbstständigkeit des Einzelnen respektieren, als auch dafür Sorge tragen, dass Unterstützung bereitgestellt wird: entweder durch Hilfestellung der Bewohner untereinander oder, wenn erforderlich, durch professionelle Pflegekräfte.

Nun sind Menschen mit viel Lebenserfahrung oft auch recht ausgeprägte Charaktere mit Vorlieben und Abneigungen. Da muss sich schon zusammenfinden, was zusammenpasst. Sich miteinander wohlfühlen und trotzdem so weit, und solange als möglich eigenständig bleiben – dieser Wunsch lässt sich durch die unterschiedlichen Modelle alternativer Wohnformenindividuell verwirklichen. Das gilt nicht nur für finanziell gut ausgestattete Menschen: Die Politik hat den Bedarf an neuen Modellen fürs Wohnen im Alter erkannt und stellt – regional unterschiedliche – Fördermaßnahmen für altersgerechteWohneinheiten zur Verfügung.

Kennen Sie das? An manchen Tagen schauen Sie in den Spiegel und sehen Ihr Gesicht: Das Leben hat seine Spuren hinterlassen, aber Sie fühlen Sie sich nicht so alt wie das Spiegelbild. Das, was Sie sind, ist vollkommen alterslos und fühlt sich lebendig: Sie sind ein Mensch, der viele Geschichten erzählen kann – alltägliche und außergewöhnliche – der über viele Fähigkeiten, Talente und Erfahrungen verfügt, die er mit Anderen teilen kann: Alternative Wohnformen bieten die erforderliche Sicherheit im Alter, ermöglichen soziale Kontakte und sinnvolle, selbstbestimmte Tagesabläufe. Die vielfältigen gemeinschaftlichen Wohnformen erlauben Ihnen, das für Sie optimale Maß an Gemeinsamkeit und Aktivität zu bestimmen und mit Ihrem Rückzugsbedürfnis in Einklang zu bringen.

Lebensfreude ist kein Vorrecht der Jugend. Gemeinsam Erlebtes gewinnt auch im Alter durch den Austausch an Intensität.Alternative Wohnformen sind persönlich. Sie erfüllen das menschliche Bedürfnis, gesehen zu werden und zu kommunizieren.

Damit der Übergang in den neuen Lebensabschnitt sich anregend gestaltet und die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben optimale Berücksichtigung finden, ist es sinnvoll, sich möglichst umfassend über vorhandene alternative Wohnformen zu informieren und passende Mitbewohner zu finden – dieses Portal möchte betroffene Menschen und ihre Angehörigen bei diesem Entscheidungsprozess unterstützen und stellt vielfältige Informationen über alternative Wohnformen zur Verfügung